Unser Urteil

El Camino beendet Jesses Abenteuer mit einem wörtlichen Knall, während die Rückblenden für einen netten, wenn auch etwas unnötigen Fanservice sorgen.

„Nur Sie können entscheiden, was für Sie am besten ist, Jesse.“ Diese Worte, die in den Eröffnungsmomenten von El Camino gesprochen wurden, sind der Inbegriff der Reise des Charakters durch Breaking Bad – die aufsehenerregende Serie, die den Aufstieg und Fall von Walter White aufzeichnete.

Hat Jesse, der ehemalige Meth-Koch, jemals eine Entscheidung getroffen, die ganz seine eigene war? Das Gespenst von Heisenberg war schon immer groß; Der Drogenbaron unternahm schreckliche Dinge und ging sogar so weit, ein Kind zu vergiften, um Jesse zu manipulieren. Am schlimmsten war jedoch, dass Heisenbergs Gier und zerstörerische Methoden dazu führten, dass Jesse von einer Gruppe Neonazis eingesperrt wurde.

Nach einem anfänglichen Rückblick nimmt El Camino die Position ein, an der die Serie beendet wurde. Dies ist jedoch Jesse nichts. Er ist nicht nur den Fesseln von Todd’s Gang entkommen, sondern auch dem Griff von Walter White. Jesse ist endlich auf sich allein gestellt – ein Mann, der niemand anderem als sich selbst verantwortlich ist. El Camino ist Jesses Entgiftung – der Comedown nach einem Leben, in dem er von einem betrügerischen Chemielehrer gemobbt wurde. Doch die Erinnerungen sind tief. Es gibt jede Menge Rückblenden, die Teile der Breaking Bad-Serie ausfüllen, von denen wir nie wussten, dass sie fehlen. Tote Charaktere treiben Jesse durch die Gedanken und ihre Geister verfolgen den Film.

(Bildnachweis: Netflix)

Die Rückkehr zu Jesse, Skinny Pete, Badger und den anderen (wir werden sie nicht mehr nennen) ist eine merkwürdige Sensation. Wir kennen sie so gut – was gibt es sonst noch zu lernen? Der Autor / Regisseur Vince Gilligan weiß das und gibt uns wichtige Enthüllungen über ihre Vergangenheit. Wir verbringen Zeit mit diesen Charakteren, während sie Gespräche über Jesses Platz in der Welt führen. Es gibt wenig zu glänzen für Breaking Bad-Fans, aber es gibt eine Menge erfreulichen Fan-Service – mit einem wiederbelebten Charakter, der besonders gut aussieht.

Obwohl El Camino nach dem Auto benannt wurde, in dem er beim Breaking Bad-Finale davongefahren ist, ist er die Show von Jesse. Wir verbringen Zeit damit, mit ihm herumzufahren, Radio zu hören (und über das Schicksal eines anderen Charakters zu hören). Doch schon bald nach einem Besuch in Skinny Petes Haus blieb der Motor im Staub. Jesse ist auf der Jagd nach Geld, genug, um New Mexico unentdeckt zu entkommen – um ein neues Leben für sich zu beginnen. Es gibt, wie erwartet, einige Komplikationen, obwohl sich nichts als große Bedrohung anfühlt. Die heutige Geschichte spielt sicherlich in einem lethargischen Tempo, weicht zu oft spitzen Rückblenden und führt zu einem Finale, das sich unvermeidlich anfühlt, wenn auch nicht unerreicht.

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El Camino hätte leicht auseinanderfallen können, doch Aaron Pauls intensive Darstellung eines an PTBS leidenden Mannes hält alles zusammen. Er schlüpft perfekt in seine Rolle als Jesse zurück und lässt die Zeit zwischen dem Ende der Serie vor sechs Jahren und El Caminos Veröffentlichung verblassen. Und dank Pauls Gravitas fühlt sich der Film wie ein befriedigender Abschluss für die Figur an. El Camino bietet dann einigen der größten Figuren, die jemals auf Fernsehbildschirmen erschienen sind, einen endgültigen, wenn nicht sogar notwendigen Abschied. Und Jesse, der arme Jesse, bekommt endlich das Schlusskapitel, das er verdient.

Das Urteil

3

3 von 5 Punkten

El Camino: A Breaking Bad Filmkritik: „Ein endgültiger Abschied von einigen der größten Fernsehcharaktere“

El Camino beendet Jesses Abenteuer mit einem wörtlichen Knall, während die Rückblenden für einen netten, wenn auch etwas unnötigen Fanservice sorgen.

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